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Dankfest in der Justizanstalt Stein anlässlich „40 Jahre Weihnachtspackerlaktion“

v.r.n.l. Mag. Dr. Leszek Urbanowicz (Gefangenenhausseelsorger), Dr. Gerhard Reitzingner (Pastorale Dienste), Eva Hollerer (Vizebürgermeisterin Krems), Anna Rosenberger (kfb-Diözesanvorsitzende), Helli Renner und Anne-Marie Figdor (beide ehemalige kfb-Vorsitzende), Christine Plank (kfb-Diözesan-Referentin), Hofrat Mag. Christian Timm (Leiter der Justizansalt Stein);

Als Dankeschön für „40 Jahre Weihnachtspackerlaktion“ lud die Justizanstalt Stein am 22. November zum Dankfest in die „Alte Klosterkirche“ ein. Anna Rosenberger, die kfb-Vorsitzende der Diözese St. Pölten dankte dem Gastgeber und Anstaltsleiter Hofrat Mag. Christian Timm, sowie Gefangenenhausseelsorger Leszek Urbanowicz. Ehrengäste waren sie alle: die rund 80 kfb-Frauen, die dieser besonderen Einladung gefolgt waren, ebenso wie die Grußwort-Spendenden Dr. Gerhard Reitzinger, für die Pastoralen Dienste und Frau Eva Hollerer als Vize-Bürgermeisterin der Stadt Krems.
Die Kath. Frauenbewegung feiert im Jahr 2019 „40 Jahre Weihnachtspackerlaktion“. Als Zeichen gelebter Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit erhalten bedürftige und einsame Menschen in der Weihnachtszeit seit 40 Jahren Weihnachtspäckchen, darunter auch Menschen in Justizanstalten. „Die von kfb-Frauen liebevoll zusammengestellten Päckchen sind kleine Geschenke, die Nächstenliebe, Hoffnung und Zuversicht verheißen“, unterstreicht die für diese Aktion verantwortliche Diözesan-Referentin Christine Plank.

Wunderbar war, dass Frau Anne-Marie Figdor, die beim Start der Weihnachtspackerl-Aktion, ehrenamtliche kfb-Vorsitzende der kfb war, erschien und die Anwesenden auf eine kleine Zeitreise mitnahm. Seit 1979 wurden insgesamt 70.000 Weihnachtspackerl verteilt. Hofrat Mag. Christian Timm gab Einblicke in den modernen Strafvollzug und unterstrich die Bedeutung der Weihnachtpäckchen für die Insassen und für die Mitarbeitenden, die von der besseren Stimmung profitieren.
Ein gemeinsames Dankgebet, Singen und Segen rundete die Feier ab. Beim gemütlichen Ausklang bei einer guten Jause wurden Ideen und Erfahrungen ausgetauscht. „Es ist ein erfreuliches Signal, dass die Welle der Hilfsbereitschaft nach wie vor groß ist“, freut sich die kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger. Sie bekundete ihre Hochachtung und Dankbarkeit für alle Frauen, die in den vergangenen 40 Jahren ihr Zeit, ihren Einsatz im Namen von Liebe und Mitmenschlichkeit verschenkt haben.
Die Begegnungen in der Justizanstalt Stein eröffneten den Teilnehmenden den Blick auf neue Perspektiven, Ideen und Haltungen. Es macht Sinn, dass Menschen die Kirche ganz konkret als heilsam und menschenfreundlich erleben.

Text: Christine Plank, Foto: kfb-Archiv